Kurz vorweg: Drinnen zählt Standfestigkeit und ein geschlossener Boden, draußen erhöhte Füße, Wandabstand und ein Dach ohne geschlossene Seiten. Als Faustregel fasst ein Regal von 1 m × 1 m × 33 cm etwa einen Raummeter. Und die Zahl, die man zuerst prüfen sollte, ist nicht das Maß, sondern die Traglast in Kilogramm.
Ein Kaminholzregal hat je nach Standort eine andere Aufgabe. Drinnen soll es den Vorrat für ein paar Abende halten und dabei nicht stören. Draußen soll es Holz über Monate trocken halten. Das sind unterschiedliche Anforderungen — und deshalb selten dasselbe Regal.
Wie viel passt hinein?
Rechnen lässt sich das einfach: Breite × Höhe × Tiefe in Metern ergibt das Volumen in Raummetern. Ein Regal von 80 × 25 × 100 cm fasst also 0,8 × 0,25 × 1,0 = 0,2 Raummeter.
| 40 × 25 × 100 cm | rund 0,1 Rm — zwei bis drei Abende |
| 80 × 25 × 100 cm | rund 0,2 Rm — eine bis zwei Wochen |
| 100 × 25 × 100 cm | rund 0,25 Rm |
| 80 × 25 × 150 cm | rund 0,3 Rm |
| 244 cm breit, außen | je nach Höhe ein bis zwei Rm |
Wie viel Sie insgesamt für eine Saison brauchen, steht in Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter.
Die Traglast ist die wichtigere Zahl
Ein Raummeter Buche wiegt luftgetrocknet rund 450 bis 500 kg. Umgerechnet auf die Regalgrößen oben heißt das:
| 0,1 Raummeter | etwa 45 bis 50 kg |
| 0,2 Raummeter | etwa 90 bis 100 kg |
| 0,3 Raummeter | etwa 135 bis 150 kg |
Ein Regal mit 50 kg Traglast fasst also nicht mehr als etwa einen Zehntel-Raummeter — unabhängig davon, wie viel Platz darin wäre. Das ist keine Erbsenzählerei: Regale versagen nicht spektakulär, sondern verbiegen langsam an den Seitenteilen, bis der Stapel kippt. Rechnen Sie eher großzügig.
Frisch geschlagenes Holz wiegt übrigens fast das Doppelte. Wer nasses Holz einlagert, belastet das Regal deutlich stärker als geplant.
Drinnen: worauf es ankommt
- Standfläche statt Höhe. Ein 150 cm hohes Regal kippt leichter, wenn oben Holz liegt und unten nichts. Wenn hoch, dann an der Wand befestigt — ein Winkel und ein Dübel genügen.
- Geschlossener Boden oder Auffangwanne. Sonst liegen Rinde und Späne auf dem Parkett. Ein Regal mit erhöhten Füßen lässt sich darunter auswischen.
- Nur trockenes Holz hineinlegen. Ein Raummeter frisches Holz gibt beim Trocknen mehrere hundert Liter Wasser ab. Im Wohnzimmer will man das nicht.
- Abstand zum Ofen. Halten Sie den in der Bedienungsanleitung angegebenen Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien ein — Holz ist brennbar, auch wenn es dekorativ aussieht. Verbindlich ist die Angabe des Ofenherstellers, nicht die des Regals.
- Filzgleiter unter Metallfüße, sonst zeichnet sich das Regal in den Dielen ab.
Draußen: worauf es ankommt
Hier geht es um Trocknung, und dafür braucht Holz vor allem eines: Luft von allen Seiten.
- Erhöhte Füße. Steht das Holz direkt auf Erde oder Pflaster, zieht es Feuchtigkeit von unten und trocknet nie durch. Zehn Zentimeter Abstand genügen.
- Abstand zur Wand. Fünf bis zehn Zentimeter, damit die Luft hinten durchziehen kann — und damit die Fassade nicht dauerhaft feucht bleibt.
- Dach ja, Plane nein. Regen von oben muss weg, aber eine rundum geschlossene Plane hält die Feuchtigkeit fest und fördert Schimmel. Seiten offen lassen. Ein Regal mit fest montierter Abdeckung macht genau das richtig.
- Wetterfestes Material. Pulverbeschichteter oder verzinkter Stahl. Unbehandelter Stahl rostet zuerst an den Schnittkanten durch, dort wo gesägt oder gestanzt wurde.
- Fester Untergrund. Ein Regal auf weichem Rasen sackt einseitig ein und steht nach einem Winter schief.
Wie der Stapel darin aufgebaut wird, steht in Kaminholz draußen lagern.
Bauformen
Das feste Rechteckregal ist der Standard: verschraubt, stabil, in vielen Breiten zu haben. Für innen wie außen brauchbar.
Das klappbare A-Gestell lässt sich nach der Saison flach verstauen und trägt trotzdem viel — das klappbare Modell mit 59 cm ist bis 270 kg belastbar. Praktisch, wenn der Platz nur im Winter gebraucht wird.
Die Stapelhilfe besteht nur aus zwei Seitenteilen, zwischen die gestapelt wird. Günstig und flexibel in der Länge, braucht aber einen ebenen Untergrund und eine ordentliche Schichtung, sonst rutscht der Stapel seitlich heraus.
Verstellbare Systeme wie das Regal mit neun Größen bis 150 cm passen sich der Nische an, in die sie sollen. Sinnvoll, wenn das Maß erst vor Ort feststeht.
Selbst bauen oder kaufen?
Draußen ist Selbstbau eine echte Option: Zwei Paletten als Unterlage, vier Kanthölzer als Seitenstützen, ein Blech obendrauf — das hält und kostet fast nichts.
Drinnen sieht es anders aus. Dort zählen Optik, ein sauberer Boden und Kippsicherheit, und genau das macht den Selbstbau aufwendig. Für den Wohnraum ist ein fertiges Regal meist der bessere Weg.
Die praktische Kombination
Viele fahren gut mit zwei Stufen: draußen ein großes Regal für den Jahresvorrat, drinnen ein kleines für die Woche. Nachgefüllt wird mit einem Korb oder einer Tragetasche — welche Bauart wofür taugt, klärt Holzkorb oder Tragetasche?
Unsere Regale finden Sie bei den Kaminholzregalen, den passenden Transport bei den Holzkörben und Tragetaschen.
Kurz zusammengefasst
- Breite × Höhe × Tiefe in Metern ergibt das Fassungsvermögen in Raummetern.
- 450 bis 500 kg je Raummeter — die Traglast prüfen, nicht nur das Maß.
- Drinnen: geschlossener Boden, kippsicher, nur trockenes Holz.
- Draußen: erhöhte Füße, Wandabstand, Dach ohne geschlossene Seiten.
- Sicherheitsabstand zum Ofen richtet sich nach der Anleitung des Ofens.
Häufige Fragen
Welche Traglast sollte ein Kaminholzregal haben?
Rechnen Sie mit 450 bis 500 kg je Raummeter Buche. Ein Regal von 80 × 25 × 100 cm fasst rund 0,2 Raummeter, also etwa 90 bis 100 kg — die angegebene Traglast sollte darüber liegen. Frisches Holz wiegt fast das Doppelte.
Welche Größe braucht ein Kaminholzregal für den Wohnraum?
Für zwei bis drei Abende genügt ein schmales Regal um 40 × 25 × 100 cm. Mehr Holz im Wohnzimmer bedeutet mehr Rinde, mehr Krümel und bei nicht ganz trockenem Holz zusätzliche Feuchtigkeit im Raum.
Muss ein Kaminholzregal an der Wand befestigt werden?
Bei niedrigen Regalen mit breiter Standfläche nicht. Ab etwa 150 cm Höhe schon: Liegt oben Holz und unten nichts, wandert der Schwerpunkt nach oben und das Regal kippt leicht. Ein Winkel und ein Dübel genügen.
Welcher Abstand zum Kaminofen ist nötig?
Maßgeblich ist der Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien aus der Bedienungsanleitung Ihres Ofens, nicht die Angabe des Regalherstellers. Holz gilt dabei als brennbares Material, auch wenn es nur dekorativ gestapelt ist.
Kann man ein Kaminholzregal draußen und drinnen verwenden?
Ja, wenn es aus verzinktem oder pulverbeschichtetem Stahl besteht und erhöhte Füße hat. Reine Innenregale ohne Korrosionsschutz rosten draußen an den Schnittkanten durch; reine Außenregale haben oft keinen geschlossenen Boden und lassen im Wohnraum Rinde durchfallen.