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Briefkästen – worauf es ankommt

Ein Briefkasten hält zwanzig Jahre, wenn er zum Standort passt. Entscheidend sind drei Dinge: wo er hängt, wie viel hineinpasst und ob die Post trocken bleibt. Alles andere — Farbe, Form, Marke — ist Geschmackssache und kostet Sie nichts, wenn Sie sich irren. Bei den drei Punkten oben kostet ein Fehlkauf Sie den zweiten Briefkasten.

Welche Bauart passt zu Ihrem Haus

Wandbriefkästen werden direkt an Hauswand, Mauer oder Zaun geschraubt. Das ist die häufigste Lösung und die günstigste, weil kein Fundament nötig ist. Sie setzt voraus, dass der Zusteller bis an die Wand kommt — bei einem langen Vorgarten mit Tor ist das nicht immer der Fall.

Standbriefkästen stehen frei auf einem Pfosten, meist an der Grundstücksgrenze. Sie sind die richtige Wahl, wenn zwischen Gehweg und Haustür Abstand liegt oder ein Hund im Garten wohnt. Der Fuß wird einbetoniert oder auf eine vorhandene Fläche gedübelt.

Einbaubriefkästen sitzen im Mauerdurchwurf: Einwurf außen, Entnahme innen im Hausflur. Die eleganteste Lösung, aber nur beim Neubau oder bei einer ohnehin geplanten Maueröffnung sinnvoll.

Paketbriefkästen nehmen zusätzlich Sendungen an, die nicht durch einen Briefschlitz passen. Wer wöchentlich bestellt, spart sich damit den Weg zur Filiale — vorausgesetzt, der Zustelldienst spielt mit. Mehr dazu weiter unten.

Einwurfmaß: die Zahl, auf die es ankommt

Die europäische Norm DIN EN 13724 beschreibt, was ein Briefkasten können soll. Der wichtigste Wert daraus ist der Einwurfschlitz: mindestens 230 × 30 mm. Damit passt ein DIN-C4-Umschlag — das übliche Format für Behördenpost, Versicherungsunterlagen und Zeugnisse — ohne Knick hinein.

Viele günstige Kästen liegen darunter. Das merkt man nicht beim Kauf, sondern ein halbes Jahr später, wenn der Steuerbescheid zusammengerollt im Kasten steckt. Bei jedem Artikel steht das Einwurfmaß in den technischen Daten. Wenn Sie unsicher sind: messen Sie einen C4-Umschlag aus Ihrer letzten Post und vergleichen Sie.

Der zweite Wert ist das Fassungsvermögen. Ein Kasten sollte die Post von drei bis vier Tagen aufnehmen, sonst hängt bei jedem Kurzurlaub die Klappe offen. Für einen Zweipersonenhaushalt mit wenig Papierpost reicht ein flacher Kasten; wer Zeitschriften und Kataloge bekommt, sollte auf Tiefe achten.

Material und Witterung

Ein Briefkasten steht draußen, das ganze Jahr. Drei Materialien sind gängig:

  • Pulverbeschichteter Stahl — günstig, formstabil, in jeder Farbe zu haben. Solange die Beschichtung heil ist, hält er. Ein Steinschlag oder eine tiefe Kratzspur kann Rost anstoßen, deshalb lohnt es sich, Schäden früh mit Lackstift zu schließen.
  • Edelstahl — teurer, dafür rostfrei ohne Nachbehandlung. Gebürsteter Edelstahl zeigt allerdings Fingerabdrücke und in Küstennähe kann Flugrost ansetzen, wenn keine hochwertige Legierung verbaut ist.
  • Aluminiumguss — bei den Vintage-Modellen üblich. Rostet gar nicht, ist aber weicher als Stahl und damit anfälliger für Dellen.

Wichtiger als das Material ist bei allen Bauarten das Regendach über dem Einwurf oder eine überstehende Klappe. Ohne die läuft Wasser bei Schlagregen an der Klappe entlang direkt auf die Post.

Montage und Einwurfhöhe

Die Norm nennt für den Einwurfschlitz einen Bereich von 70 bis 170 cm über dem Boden. Bequem für alle Beteiligten sind 90 bis 110 cm — dort muss sich weder der Zusteller bücken noch strecken, und Sie kommen im Sitzen an die Entnahmetür.

Bei Wandbriefkästen liegt das Befestigungsmaterial in der Regel bei; prüfen Sie trotzdem, ob die mitgelieferten Dübel zu Ihrem Untergrund passen — für Porenbeton oder Wärmedämmverbundsysteme brauchen Sie andere als für Vollziegel. Bei Standbriefkästen ist das Fundament die eigentliche Arbeit: 40 bis 60 cm tief, damit der Pfosten frostfrei steht.

Pakete: wann sich ein Paketbriefkasten lohnt

Ein Paketbriefkasten nimmt Sendungen an, wenn niemand zu Hause ist. Die Klappe fällt zu und lässt sich von außen nicht mehr öffnen. Das funktioniert aber nur, wenn der Zusteller die Sendung wirklich einlegt — und das entscheidet er, nicht der Kasten. In der Regel brauchen Sie dafür eine Abstellgenehmigung beim jeweiligen Dienst. Klären Sie das, bevor Sie mehrere hundert Euro ausgeben.

Bei uns

Alle Modelle sind abschließbar und für den Außenbereich gebaut. Bei jedem Artikel stehen Einwurfmaß, Material, Schlüsselanzahl und Lieferzeit. Versand aus Deutschland, versandkostenfrei, meist 3–4 Werktage. Wenn Sie nicht weiterkommen: der Briefkasten-Finder oben auf der Startseite grenzt nach Montageart, Ausstattung und Farbe ein, und ausführlich stehen die Fragen im Ratgeber: Welche Größe für DIN A4?, welche Bauform passt und wie hoch er hängen sollte.

Häufige Fragen

Welches Einwurfmaß brauche ich für DIN-A4-Post?

Für einen C4-Umschlag ohne Knicken brauchen Sie einen Einwurfschlitz von mindestens 230 × 30 mm. Das ist auch der Wert, den die Norm DIN EN 13724 vorgibt. Bei jedem Artikel steht das Einwurfmaß in den technischen Daten.

In welcher Höhe sollte der Briefkasten hängen?

Die Norm nennt einen Bereich von 70 bis 170 cm über dem Boden für den Einwurfschlitz. Bequem sind 90 bis 110 cm: Dort muss sich der Zusteller weder bücken noch strecken, und die Entnahme geht auch im Sitzen.

Ist ein Briefkasten in Deutschland Pflicht?

Es gibt kein bundesweites Gesetz, das jeden Haushalt zu einem Briefkasten verpflichtet. Mehrere Landesbauordnungen verlangen ihn aber für Neubauten, und ohne Briefkasten stellt die Post nicht regelmäßig zu. Was in Ihrem Bundesland gilt, klärt am sichersten die zuständige Bauaufsicht.

Edelstahl oder pulverbeschichteter Stahl — was hält länger?

Edelstahl rostet nicht und braucht keine Nachbehandlung, kostet aber mehr und zeigt Fingerabdrücke. Pulverbeschichteter Stahl hält genauso lange, solange die Beschichtung unversehrt bleibt; tiefe Kratzer sollten Sie mit Lackstift schließen. Für die meisten Standorte ist beides eine gute Wahl.

Nimmt jeder Zusteller ein Paket in den Paketbriefkasten?

Nein. Ob eingelegt wird, entscheidet der Zusteller, und in der Regel braucht es dafür eine Abstellgenehmigung beim jeweiligen Dienst. DHL, Hermes, DPD, GLS und Amazon handhaben das unterschiedlich. Klären Sie es vor dem Kauf mit den Diensten, die bei Ihnen liefern.

Wie viele Schlüssel gehören zu einem Briefkasten?

Üblich sind zwei Schlüssel. Bei jedem Artikel steht die tatsächliche Anzahl in den technischen Daten. Nachbestellen ist bei Standardschlössern meist möglich; wenn beide Schlüssel weg sind, ist ein neuer Schließzylinder oft günstiger als der Nachschlüsseldienst.