Kurz vorweg: Asche gehört in einen Metallbehälter mit Deckel, auf nicht brennbaren Untergrund, und muss mindestens 48 Stunden stehen, bevor sie weiterwandert. Entsorgt wird sie im Restmüll — nicht in der Biotonne, nicht auf dem Kompost und besser auch nicht im Gemüsebeet.
Asche ist der unspektakulärste Teil des Heizens und der, bei dem die meisten Hausbrände entstehen. Das liegt an einer Eigenschaft, die man ihr nicht ansieht.
Asche hält Glut erstaunlich lange
Feine Asche wirkt wie eine Dämmschicht. Sie hält die Hitze im Inneren fest, während die Oberfläche längst kalt und grau aussieht. Glutnester können sich darunter ein bis zwei Tage halten — bei viel Asche auch länger.
Deshalb gilt ohne Ausnahme:
- Asche gehört in einen Metallbehälter mit Deckel, niemals in Papiertüten, Kartons, Plastikeimer oder Staubsauger
- Der Behälter steht auf einem nicht brennbaren Untergrund, nicht auf Holzdielen, Teppich oder Terrassendielen
- Nicht in die Garage neben das Auto, nicht in den Schuppen neben das Holz
- Mindestens 48 Stunden stehen lassen, bevor sie weiterwandert
Der Deckel ist kein Zubehör. Er verhindert zweierlei: dass Funken herausfliegen und dass Zugluft ein Glutnest wieder anfacht. Ein offener Eimer auf der Terrasse ist genau die Konstellation, aus der Terrassenbrände entstehen.
Aschesauger: was er kann und was nicht
Ein Aschesauger ist kein Ersatz für Geduld. Handelsübliche Modelle sind für kalte Asche gebaut — sie haben einen Metallbehälter und einen Feinstaubfilter, aber sie sind keine Löschgeräte.
Ein normaler Haushaltsstaubsauger ist grundsätzlich ungeeignet: Der Feinstaub geht durch den Filter und verteilt sich im Raum, und eine mitgesaugte Glut kann den Beutel entzünden. Das passiert häufiger, als man denkt.
Wohin damit?
In den Restmüll. Das ist die Empfehlung der Verbraucherzentralen, und sie hat einen Grund.
Nicht in die Biotonne und nicht auf den Kompost. Holzasche enthält Schwermetalle, vor allem Cadmium, das der Baum über Jahrzehnte aus dem Boden aufnimmt und das beim Verbrennen in der Asche zurückbleibt. Über den Kompost landet es im Gemüsebeet.
Als Dünger im Garten hört man oft, und historisch stimmt es auch — Asche enthält Kalium und Kalk. Aus heutiger Sicht überwiegen aber die Nachteile: Die Schwermetallbelastung ist unkalkulierbar, und der hohe pH-Wert schadet vielen Pflanzen. Wenn überhaupt, dann nur Asche aus reinem, unbehandeltem Holz, in sehr kleinen Mengen und nicht dort, wo Essbares wächst.
Nicht als Streugut bei Glätte. Der Feinstaub wird beim Abtauen aufgewirbelt, die Asche verklebt bei Nässe und färbt Schuhe und Böden. Sand oder Splitt sind besser und meist ohnehin vorgeschrieben.
Auf keinen Fall Asche aus Kohle, Briketts, behandeltem oder lackiertem Holz in den Garten. Die gehört ausschließlich in den Restmüll.
Der eine sinnvolle Zweitnutzen
Kalte Holzasche ist ein hervorragendes Reinigungsmittel für die Kaminscheibe: feuchtes Küchenpapier hineintunken, über das Glas reiben, mit klarem Wasser nachwischen. Asche ist ein feines, mildes Schleifmittel und löst Ruß besser als die meisten gekauften Mittel. Mehr dazu in Warum rußt meine Kaminscheibe?
Wie viel Asche muss überhaupt raus?
Nicht alles. Eine dünne Ascheschicht auf dem Rost ist bei vielen Kaminöfen sogar erwünscht — sie schützt den Feuerraumboden und hilft beim Anfeuern, weil sie Wärme hält.
Räumen Sie so weit ab, dass die Luftzufuhr von unten frei bleibt. Wenn der Rost zugesetzt ist, brennt das Feuer schlechter und rußt stärker. Was genau bei Ihrem Ofen gilt, steht in der Bedienungsanleitung.
Zur Größenordnung: Aus einem Raummeter Holz entstehen etwa 10 bis 20 Kilogramm Asche, also grob ein bis zwei Prozent des Gewichts. Bei vier Raummetern im Jahr sind das rund zwei Eimer.
Der Ablauf, der sicher ist
- Ofen ganz auskühlen lassen, am besten über Nacht.
- Mit der Schaufel in den Metalleimer, langsam, damit kein Staub aufwirbelt.
- Deckel drauf, Eimer nach draußen auf Stein, Beton oder Fliesen.
- 48 Stunden stehen lassen, mindestens.
- Dann in den Restmüll, am besten in einer verschlossenen Tüte, damit es nicht staubt.
Was Sie dafür brauchen
Eine Schaufel, die lang genug ist, um nicht in den Ofen greifen zu müssen: die flache Ascheschaufel mit 49 cm für 11,99 € oder die verlängerbare mit Hohlstiel. Besen und Schaufel zusammen gibt es im 81-cm-Set. Weiteres unter Schaufeln und Reinigung.
Was Sie beim Ofenrohr selbst machen dürfen und wo der Schornsteinfeger zuständig bleibt, steht in Ofen und Ofenrohr reinigen.
Häufige Fragen
Wie lange bleibt Kaminasche heiß?
Glutnester können sich ein bis zwei Tage halten, bei viel Asche auch länger. Feine Asche wirkt als Dämmschicht und hält die Hitze im Inneren, während die Oberfläche kalt und grau aussieht.
Darf Kaminasche in die Biotonne?
Nein. Holzasche enthält Schwermetalle, vor allem Cadmium, die über den Kompost im Gemüsebeet landen würden. Asche gehört in den Restmüll.
Kann man Holzasche als Dünger verwenden?
Besser nicht. Zwar enthält sie Kalium und Kalk, aber die Schwermetallbelastung ist unkalkulierbar und der hohe pH-Wert schadet vielen Pflanzen. Wenn überhaupt, nur Asche aus unbehandeltem Holz, in kleinen Mengen und nicht dort, wo Essbares wächst.
Darf man Asche mit dem Staubsauger aufsaugen?
Mit einem normalen Haushaltsstaubsauger nicht: Der Feinstaub geht durch den Filter, und eine mitgesaugte Glut kann den Beutel entzünden. Spezielle Aschesauger mit Metallbehälter sind für kalte Asche gedacht, nicht für warme.
Muss man die Asche komplett ausräumen?
Nein. Eine dünne Schicht auf dem Rost schützt den Feuerraumboden und hilft beim Anfeuern. Räumen Sie nur so weit ab, dass die Luftzufuhr von unten frei bleibt.